ZauberSalon Hannover am 13.06.2017:

Tei Ming ist keine Stadt in China!

Zum magischen Vorglühen rekrutierte Kalu (Kalu) in der Close-Up Ecke einen altrömischen Legionär, brachte alte Zigarettenmarken in Erinnerung und enthüllte den Solo-Star des Abends als Erfinder der Pralinen-Schachtel-Zeit-Maschine.

                                                                                        

Dieser Solo-Star ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Der „schweizer“ Künstler aus Marburg nennt sich selbst Juno (Juno) und ist ein richtig alter Zauberhase im Varieté Geschäft. Bereits seit 1984 steht der charmante Entertainer als Moderator oder mit seinem Solo-Programm auf den Bühnen Europas. Er prägte mit seinen Workshops für Zauberer ganze Künstlergenerationen, indem er sie von der Wichtigkeit der Person und Figur und die Unwichtigkeit von Requisiten überzeugte. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass in seiner Solo-Show keine Kisten, Kästen oder Tische auf der Bühne zu sehen waren. 

Ein weiteres, großes Thema bei seinen Workshops ist das korrekte Timing von Abläufen und Bewegungen in der Zauberei. So lag es nahe, dass er auch dem Publikum in seiner Show anhand eines einfachen Kinder-Tricks erklärte, wie wichtig dieses Detail bei den Darbietungen ist, und dass Timing den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg eines Zauberkunststücks ausmacht. 


Neben vielen klassischen Kunststücken, wie Schwammballwanderung, Chinesischen Ringen, Seilzerschneiden und Kartentricks, zeigte er natürlich auch seinen eigenen Klassiker, die SeiPaSchniKüs, bei dem er zusammen mit einem Zuschauer Seidenpapierschnipsel zu ganzen Blättern restaurierte. 

Der nächste ZauberSalon findet am 11. Juli 2017 statt.