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ZauberSalon am 10. Mai 2011: Genie oder Wahnsinn -das war hier die Frage!
Es fing alles wie ein normaler ZauberSalon an. David Fabricius ließ große Eindollarmünzen aus Eddingkappen und auf ungewöhnliche Weise die vier Asse in einem Kartenspiel erscheinen. Doch bei ihm deutete sich schon ein gewisser Wahnsinn an, denn der sympathische junge Zauberer aus Hannover zog sich zur Beruhigung ein Gummiband nach dem anderen in die Nase, was eigentlich die Dopingkontrolle auf den Plan gerufen haben müsste.
Durch den Abend führte gekonnt mit aufdringlichem Charme der bekannte alterslose (sagt zu Zuschauerinnen jeden Alters: wir sind doch eine Altersklasse, oder?) magische Moderator Jochen Stelter aus Berlin. Er ließ das Publikum schon an seinem Verstand zweifeln, als er eine echte Bowlingkugel aus einem Aktenkoffer heraus holte. Man stellte sich dabei aber eher die Frage, warum er die Kugel im Koffer hatte, als die Frage, wie sie in ihn hineinpasste. Zum Wahnsinn brachte er dagegen das Organisationsteam, indem er mit wachsender Begeisterung die Bühne mit Konfetti, Sektflaschen und Papíerschlangen voll müllte. ![]() Weniger wahnsinnig, dafür eher genial wurde im ersten Akt von Shakers die Magic Bar präsentiert. Hier sahen die Zuschauer eine Liebesgeschichte, in der ein Barkeeper versucht, das Herz einer jungen Frau zu erobern. Wie im richtigen Leben bemüht er sich zuerst mit einem besonderen Drink der Dame zu imponieren, was aber völlig misslingt. Doch wie bei jeder guten Liebesgeschichte gibt es ein Happy End. Shakers zaubert Rosen und einen romantischen roten Schneesturm herbei, der zusammen mit Theaterkarten und einer Blitzverwandlung in Abendkleidung das junge Paar verliebt abgehen lässt. Wir drücken Shakers aus Bielefeld mit dieser genialen Nummer die Daumen für die Teilnahme an den deutschen Zaubermeisterschaften in Leverkusen.
Im zweiten Akt des Abends
dominierte dann endgültig der Wahnsinn. Es erschien aus
Reinfeld/Holstein (wer hat die Ausreisepapiere genehmigt?) David
Clockfield auf der Bühne. Hier müssen sie sich eine paranoide
Mischung aus Freddy Krüger (Horrorfilmstar) und Elvis Presley
vorstellen. Unter der zweifelhaften Mithilfe von Jochen Stelter wurde
seine neue Assistentin (Nr. 17) auf die Bühne gezerrt, mit der
Clockfield dann seine zweifelhaften Illusionen durchzog. Hier konnten
die Zuschauer echte Grenzerfahrungen zwischen Genie und Wahnsinn
machen, als Clockfield Nr. 17 in verschiedene Teile zu zerlegen
versuchte oder mit Ringen gefangen nehmen wollte. Das gelang aber in
beiden Fällen nicht, da Nr. 17 überlebte und entkam. Clockfield
ließ nach seinen Vorführungen ein traumatisiertes Publikum zurück,
das nur mit Hilfe der Pause zum dritten Akt bleiben konnte.![]() Im dritten Akt wurde es dann genial, als Jan Forster aus Göttingen die Zuschauer an ihrem Verstand zweifeln ließ. Er konnte zuerst die nur gedachten Zahlen eines Ehepaares mit Hilfe seiner mentalen Sensibilität wahrnehmen. Nachdem er eine Zuschauerin dazu gebracht hatte, ein vorhergesagtes Strichmännchen zu zeichnen, war er in der Lage, mental zu schmecken, welches Getränk eine Zuschauerin gerade getrunken hatte, das er natürlich nicht sehen konnte. Zum Schluss übte er für den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde, indem er bei vielen Zuschauern die völlig frei gewählte Karten mental erfasste und nannte. Genie oder Wahnsinn stellte sich hier nicht die Frage, die Antwort lautet: Genie. ![]() Der Abend bot eine gelungene Mischung aus Genie und Wahnsinn, die für die Fans beider Rubriken ausreichend zu bieten hatte. Kalu P.S.: Der nächste ZauberSalon ist am 14. Juni im Béi Chéz Heinz. Vormerken!
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